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Konspirative Hetze gegen Konfuzius Institute: ?Altes Gift in neuen Schl?uchen“

2020-08-24 04:40:36 www.qiankui83.top Dr. Michael Borchmann

Seitdem 2004 das erste Konfuzius-Institut in Seoul in Südkorea – nach einem Pilotprojekt in Taschkent (Usbekistan) – er?ffnet wurde, ist die Zahl der Konfuzius-Institute (KI) rund um den Globus in der Folgezeit rasant gewachsen. Inzwischen gibt es weltweit über 500 Konfuzius-Institute in mehr als 100 L?ndern auf allen sechs Kontinenten. Ziel der eingerichteten Institute ist es u.a., die Verbreitung der chinesischen Sprache und das Verst?ndnis für die chinesische Kultur im Ausland zu f?rdern. Sie lassen sich somit mit dem britischen British Council, der franz?sischen Alliance fran?aise, der italienischen Società Dante Alighieri, dem spanischen Instituto Cervantes und auch dem deutschen Goethe-Institut vergleichen. Und dieser Weg l?sst sich guten Gewissens als Erfolgsweg bezeichnen, denn das Wissen über China und seine reiche Kultur ist in dieser Zeit sehr gewachsen.

Und eine solche Vermittlung der eigenen Kultur und Sprache in anderen L?ndern geh?rt auch zu den legitimen und traditionellen Elementen der ausw?rtigen Kulturpolitik eines Staates. Als Deutscher habe ich mich vor Jahren einmal sehr gefreut, etwa im Goethe-Institut in Hanoi hautnah zu erleben, mit welcher Begeisterung junge Vietnamesen N?heres über die Kultur meines Landes kennenlernten und mit viel Herzblut die deutsche Sprache lernten.

Eine entsprechende Zielsetzung haben die Konfuzius-Institute, wobei organisatorisch die Konfuzius-Institute das jeweilige Gastland noch intensiver in die Arbeit einbinden und ihm eine substanzielle Mitgestaltungsm?glichkeit einr?umen. Die derzeit 19 deutschen Institute sind überwiegend an einzelne Universit?ten angebunden, die Leitung obliegt einem gemeinschaftlichen deutsch-chinesischen Vorstand.

Ganz pers?nlich kennengelernt habe ich die Arbeit der Konfuzius-Institute seit mehr als 10 Jahren, damals noch in einer staatlichen Funktion. Und in dieser damaligen dienstlichen Funktion durfte ich in der Wahrnehmung zahlreicher dienstlicher Termine das Konfuzius-Institut Frankfurt und seine Akteure doch kennenlernen. Die besuchten Veranstaltungen erstreckten sich von farbenfrohen Chunjie-Feiern über Buchvorstellungen (etwa das humorvolle Opus von Christian Y. Schmidt ?Allein unter 1,3 Milliarden“ – Chinesen -), deutsch-chinesische Comedy-Veranstaltungen, Kunst- und Malerei-Pr?sentationen bis hin Kinderveranstaltungen (Tanz, Taichi, Kalligraphie und chinesische Küche). Und immer wieder der Eindruck: Ein begeistertes Publikum war mit dem Herzen dabei – zuweilen mit ?leuchtenden Augen“.

Und am Rande durfte ich auch Akteure aus anderen Konfuzius-Instituten ein wenig kennenlernen: Personen, die für ihre Aufgabe der Kulturvermittlung buchst?blich ?brannten“. Schlie?lich auch das Magazin ?Konfuzius-Institut“ dessen deutsche Ausgabe von der rührigen Redaktion des Konfuzius Institutes Leipzig herausgegeben wird – ein Magazin voll von Sprachlehrinformationen und Blicken in das allt?gliche Leben in China.

Und schlie?lich: Ich hatte die Ehre, im vergangenen Jahr an einer Europa-Konferenz der Konfuzius-Institute in Frankfurt teilzunehmen. Teilnehmer: Akteure der Konfuzius-Institute europaweit. Alles Menschen, die besprachen, wie man mehr noch für die Vermittlung von Sprache und Kultur tun k?nne. Aber kein einziges Wort zu politischen Doktrinen, auch nicht im abendlichen entspannten Kreis.

Pompeos ?Umwidmung“ der Dachorganisation der US-Konfuzius-Institute

Im aktuellen Monat August nun verkündete der in Attacken gegen China geübte US-Au?enminister Pompeo, dass dem Zentrum der bis dato 75 US-Konfuzius-Institute (CIUS) künftig der Status einer ?ausl?ndischen Mission“ zukomme mit umfangreichen Kontrollrechten der US-Administration (ein US-staatsangeh?riger Mitarbeiter kommentierte dies, dass er nunmehr Ausl?nder im eigenen Lande sei). Das US-Zentrum der Konfuzius-Institute liegt in Washington DC und wurde im Jahr 2013 gegründet. Der damalige Pr?sident der George Washington University, Steven Knapp, war der erste Vorstandsvorsitzende des Zentrums. Er hatte damals gesagt, beide L?nder sollten sich über die Gründung dieses Büros freuen, da die US-Amerikaner, die sich für Chinesisch und die chinesische Kultur interessierten, mehr M?glichkeiten h?tten, ihr Chinesisch zu verbessern und China besser zu kennen. Es sei für die Verst?rkung der Freundschaft beider V?lker positiv. Der nunmehrige unfreundliche und nicht mehr den Geist von Freundschaft und Verst?ndigung atmende Akt ?ndert zwar nichts am bisherigen Status der bestehenden Institute, aber die von Pompeo mitgelieferte aggressive Begründung war ?Wasser auf die Mühlen“ der notorischen China-Feinde in der Politik des Landes. Die Konfuzius-Institute seien Teil des Propaganda- und Manipulationsapparates der VR China. Und ?kalte Krieger“ wie die US-Senatoren wie Marco Rubio, Josh Hawley oder John Kennedy (nicht verwandt oder verschw?gert mit dem ermordeten früheren US-Pr?sidenten) griffen diese Vorlage auf, um mit dem Argument einer ?Gef?hrdung der nationalen Sicherheit“ Universit?ten zu Beendigung der Kooperation zu dr?ngen.

Zunehmende Debatten und Angriffe in Europa

Ebenso wie das massive gegenw?rtige ?China-Bashing“ der US-Politik sind die Angriffe gegen die Konfuzius-Institute bei manchen europ?ischen Kreisen – in welchem Ausma? auch immer von US-Institutionen subkutan gesteuert – nicht ohne Widerhall geblieben. So hat Schweden seine Konfuzius-Institute unter übernahme von Teilen der US-Vorwürfe geschlossen. Besondere Aufmerksamkeit hat auch ein Vorfall in Brüssel erweckt. Die Freie Universit?t Brüssel brach mit dem chinesischen Konfuzius-Institut. Der Verwaltungsrat der Freie Universit?t Brüssel (VUB) hatte Ende 2019 beschlossen, dass der Vertrag mit dem Konfuzius-Institut, der im Juni 2020 auslief, nicht verl?ngert werde. Als Grund führte die niederl?ndisch-sprachige Brüsseler Universit?t an, dass diese Einrichtung nicht mehr mit der Politik und den Zielen der VUB übereinstimme.

In Deutschland hatte die Düsseldorfer Universit?t ihre Vereinbarung mit dem Konfuzius-Institut bereits 2016 für 2020 gekündigt, wobei im Zusammenhang mit den neueren allgemeinen Attacken Vermutungen im Raume standen, man wolle eine etwaige chinesische ?Staatspropaganda“ unterbinden. Dies best?tigte die Universit?t nicht und teilte mit: ?Wir haben keine konkreten Anhaltspunkte, k?nnen eine Einflussnahme aber auch nicht vollst?ndig ausschlie?en.“ Die Konfuzius-Institute kooperierten direkt mit chinesischen Institutionen beziehungsweise Einrichtungen, die an eine staatliche Institution angebunden seien, hie? es. Aus rechtlicher Sicht sei die Kündigung geboten, weil keine wissenschaftlichen Aufgaben ersichtlich seien, die das Konfuzius-Institut übernommen habe. Dies schreibe das NRW-Hochschulgesetz aber in einem solchen Fall zwingend vor. Zugleich war aber aus der Stadt Düsseldorf zu vernehmen, dass man im Hinblick auf die Bedeutung der chinesischen Community auf einer Weiterführung des Instituts in anderer Anbindung Wert lege. Gekündigt hat dagegen die Universit?t Hamburg ihre Kooperation. Als Grund für das beabsichtigte Ende der Zusammenarbeit nannte das Pr?sidium ?die Ver?nderung der chinesischen Politik in Hinblick auf die Wissenschaft”.

Querschüsse gab und gibt es nicht nur an den Instituten selbst, sondern auch gegenüber Stiftungsprofessuren wie namentlich durch den Berliner ?Tagesspiegel“. Eine solche Anschubfinanzierung aus China bedeute, dass man sich chinesischem Einfluss ausliefere. Erfreulich hier die klare Position der angegriffenen Freien Universit?t Berlin: ?Die Freie Universit?t ist durch die F?rderung des Hanban bisher in keiner Weise in ihren sonstigen Handlungen und ?u?erungen zur chinesischen Regierungspolitik oder zum Umgang mit akademischer Freiheit in China eingeschr?nkt gewesen. Ein Zeichen dieser Unabh?ngigkeit sind die zahlreichen, zum Teil sehr kritischen Veranstaltungen zum Thema China an der Universit?t.“

Hineingetragen werden solche Entwicklungen in Deutschland natürlich auch in die Parteipolitik. Dass sich die Partei der ?Grünen“ hierbei besonders hervortut, wird jedem klar, der einen regelm??igen Blick in die Blogs des US-Think-Tanks German Marshall Fund (GMF) wirft, in dem bereits Anti-China-Anfragen der ?grünen Freunde“ vorab angekündigt wurden. So wurde etwa in einer Bundestags-Anfrage ?Wissenschaftsfreiheit als Grundlage der akademischen Zusammenarbeit mit China“ die Bundesregierung u.a. gefragt, welche Schlussfolgerungen die aus der Schlie?ung von Konfuzius-Instituten auf Grundlage von Vorwürfen der Verletzung von Lehr- und Wissenschaftsfreiheit, beispielsweise in Schweden oder den USA, ziehe. Die Bundesregierung antwortete: ?Der Bundesregierung liegen hierzu keine eigenen Kenntnisse vor.“ Und ebenso erfreulich gelassen und deutlich die Antwort der Bundesregierung zum angeblichen Eindringen chinesischer Beeinflussungen durch die vorstehend schon erw?hnten Stiftungsprofessuren: ?Soweit der Bundesregierung bekannt, handelt es sich bei den derzeit vom chinesischen Staat in Deutschland finanzierten Dozierendenstellen bzw. Stiftungsprofessuren um rein sprachwissenschaftliche Lehrstühle. Erkenntnisse, die Anlass zu der Annahme bieten, dass der chinesische Staat hierbei Einfluss auf Lehr- und Forschungsinhalte im Sinne der Fragestellung nehmen k?nnte, liegen der Bundesregierung nicht vor.“

Aber auch auf andere Parteien greift das chinafeindliche Gedankengut von jenseits des Atlantik inzwischen über. Das gilt etwa für die FDP, die in der Vergangenheit einmal eine nüchterne und sachliche Partei war. So lie? sich der Vorstand nicht nur jüngst zu einer etwas skurrilen Stra?endemonstration in Sachen Hongkong hinrei?en, jetzt forderte auch ihr Bundestagsabgeordneter Jens Brandenburg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: ?Deutsche Hochschulen, L?nder und Kommunen sollten den Konfuzius-Instituten endlich den Geldhahn zudrehen und bestehende Kooperationen beenden“. Und tief in Bayern machte ein SPD-Abgeordneter mit dem Namen Markus Rinderspacher im Landtag gegen China mobil und verurteilte jegliche Mitf?rderung der Institute durch die Bayerische Staatsregierung. Auch hier eine Begründung, die an Skurrilit?t kaum zu überbieten ist: ?Sie werden dort keine Kurse finden über die Minderheit der Uiguren, Falun Gong, über Tibet, den Dalai Lama, sondern es werden dort verh?ltnism??ig harmlose Dinge angeboten wie über die Ming Dynastie.“ Dies ist ungef?hr so, als h?tte man von den Goethe-Instituten in der Zeit der deutschen Teilung Kurse über Walter Ulbricht, Erich Honecker oder die Rote Armee-Fraktion verlangt!!! ?hnlich wie die Bundesregierung blieb auch die Bayerische Staatsregierung in diesem Fall gelassen und souver?n: Die Unterstützung der Institute leiste ?einen Beitrag zur Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur in Bayern und damit zu interkulturellem Austausch."

Auftrieb für die traditionellen China-?Hater“

Die neue, von der US-Politik nachdrücklich offen oder auch durch subversive Desinformationskampagnen befeuerte Debatte hat natürlich all den Gruppierungen Auftrieb gegeben, die China seit Jahr und Tag mit Hass bek?mpfen. Und unter diesen Gruppierungen gibt offen erkennbare Anti-China-Gruppierungen, aber auch solche, die unter scheinbar harmlosen Namen daher kommen.

Zu letzteren geh?rt etwa Human Rights Watch. Der China Direktorin Sophie Richardson r?umte der bereits genannten Tagesspiegel eigens Platz für einen gegen die Konfuzius-Institute gerichteten Kommentar ein, voll angereichert mit anti-chinesischen Attacken und zumindest versteckten Vorwürfen an die Berliner FU, mit diesen ?freiheitsfeindlichen Chinesen“ zusammenzuarbeiten. Recherchiert man über die genannte Dame und ihre Organisation, würde der traditionelle Berliner sagen: ?Nachtigall, ick h?r Dir trapsen“ – neudeutsch: Ich habe Dich durchschaut. Human Rights Watch – mit Sitz in New York - wurde 1978 unter der Bezeichnung Helsinki Watch als gegen die UdSSR gerichtete Organisation gegründet. Sp?ter erweiterte man das Spektrum. Im Mai 2014 richteten die Friedensnobelpreistr?ger Adolfo Pérez Esquivel und Mairead Maguire, der ehemalige stellvertretende UNO-Generalsekret?r Hans von Sponeck, der UN-Sondergesandte Richard Falk und über hundert Wissenschaftler einen offenen Brief an Kenneth Roth, in dem sie die N?he von Human Rights Watch zur Regierung der USA u. a. in Form des ?Drehtürsystems“ zwischen Human Rights Watch und der US-Regierung kritisierten (so Wikipedia mit Belegen). Und was Sophie Richardson angeht, belegt ihre Ver?ffentlichungsliste: Attacken gegen China hat sich die Dame zu ihrem schriftstellerischen Markenzeichen gemacht.

Kr?ftig gegen China vom Leder zieht auch eine Organisation mit dem Namen Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die bereits 2011 massiv die Konfuzius-Institute als chinesisches Propagandainstrument beschimpfte. Ihre Entstehung hatte diese Organisation zur Zeit des kalten Krieges, ihr Ziel waren die kommunistischen Staaten. Und China geh?rt zu den Hauptgegnern, sicher nicht unbeeinflusst durch die frühere Kuratoriumsmitgliedschaft des verstorbenen chinesischen Dissidenten Harry Wu.

Die sogenannten ?Exil-Tibeter“ lie?en es sich in ihrer Plattform Phayul nicht entgehen, genüsslich die Schlie?ung von Konfuzius-Instituten darzustellen, ebenso in Bezug auf das Konfuzius-Institut Hamburg der TV-Sender New Tang Dynasty Television. Dieser Sender mit Sitz in New York wurde – wiederum ausweislich Wikipedia – von Falun Gong Praktizierenden gegründet. Und über diese vermeintliche Bewegung zur Ausübung von Gesundheitsübungen schrieb das frühere, der deutschen parlamentarischen Linken stehende ?Linksnet“: ?Das Kult-Image dient als Tarnkappe. Darunter steckt eine gefolgschaftsstarke Heilsbewegung, die auf einen Umsturz in Peking hinarbeitet. Mit Unterstützern weltweit organisiert sie ?ffentlichen Druck auf die chinesische Regierung. Dabei nutzt sie den Spielraum ihrer jeweiligen Gastl?nder und instrumentalisiert deren staatliche und gesellschaftliche Strukturen. An Geld, woher auch immer es flie?t (mutma?lich aus Kassen der US-Geheimdienste), scheint es der Falun Gong nicht zu mangeln.“ Die bürgerlich-liberale Ohio-Zeitung Patch deckte erst vor wenigen Monaten unter dem Titel ?Die dunkle Propaganda Strategie hinter Falun Gongs Medien Gruppe“ das ganze gegen China – und Russland – gerichtete Netzwerk auf.

Hintergründe der Kampagne

Ich halte es für auff?llig, dass die Kampagne gerade zu einem Zeitpunkt Fahrt aufnimmt, an dem seitens der USA permanent neue Felder genannt werden, an denen man China angreift. Hier sehe ich einen Gesamtzusammenhang. Die Arbeit der Konfuzius-Institute führt dazu, dass die Menschen China im Alltagsleben, in der Kultur und auch in der Sprache n?her kennenlernen. Dass es zu menschlichen Begegnungen kommt, zu einem Austausch. Und Menschen, die mit China und Chinesen verbunden sind, werden immun gegen anti-chinesische Propaganda und Hetze. Und dies kann nicht im Sinne derjenigen liegen, von denen diese Hetze ausgeht. Aber über meine pers?nlichen Einsch?tzung hinaus bin ich auf eine beeindruckende Stellungnahme gesto?en, und zwar der Sinologin Mechthild Leutner. Sie war von 1991 bis 2014 an der Freien Universit?t Berlin Professorin für Staat und Gesellschaft des modernen China. Von 2006 bis 2019 leitete sie als Direktorin das Konfuzius-Institut an der genannten Universit?t. Mechthild Leutner zieht eine direkte Verbindung zwischen den heutigen Hetztiteln deutscher Medien und dem verachtenden Chinabild der imperialistischen M?chte des 19. Jahrhunderts: ?Hatten (zuvor) die Jesuiten noch ein wohlgeordnetes Land mit einer gebildeten Beamten-Gelehrtenschicht gezeichnet, so ?nderte sich mit dem Sieg der Franz?sischen Revolution 1789 und ihren Ideen von Gleichheit und Fortschritt die Wahrnehmung.“ Was nicht den eigenen europ?ischen Vorstellungen entsprach, sei als Stillstand und Rückschritt herabgewürdigt worden. Dies habe als Legitimation für Unterdrückung und Ausbeutung gedient, verbunden aber aufgrund der gro?en Bev?lkerungszahl mit Warnungen vor einer ?gelben Gefahr“. Und die Feindbilder verbunden mit überheblichkeit seien immer wieder aufgetaucht. In den Think Tanks der USA sei bereits in den 90er Jahren die Idee entwickelt worden, im Falle einer Konkurrenz mit China den ?Hebel der Menschenrechte“ zu benutzen, um China zu isolieren. Dass China sich nun als selbstbewusster Akteur im internationalen System etabliert habe – das scheine für die USA und ihre Verbündeten schwer akzeptabel zu sein. Mich haben die Ausführungen von Frau Leutner – ich sagte es – au?erordentlich beeindruckt. Satz für Satz. Natürlich kann ich das nicht alles hier wiedergeben und jedem an China Interessierten nur den folgenden Link zur Lektüre empfehlen: https://www.tagesspiegel.de/wissen/kritik-am-berliner-konfuzius-institut-falsches-feindbild-china/25519346.html. Lassen Sie mich nur noch den einen Satz von Frau Leutner erg?nzen: ?Tats?chlich sind die Konfuzius-Institute in Deutschland als gemeinsame Vereine einer deutschen und einer chinesischen Universit?t organisiert, die eigenst?ndig ihre Projekte im Sprach- und Kulturbereich verantworten und unter anderem finanziell vom Confucius Institute Headquarter gef?rdert werden, einer Unterabteilung des chinesischen Bildungsministeriums.“

Im vergangenen M?rz hatte ein gemeinnütziger Verein in Südbaden eine coronabedingt dann abgesagte Veranstaltung wider die immer wieder aufbrechende ?Seuche“ des Antisemitismus geplant. Titel: ?Antisemitismus – Altes Gift in neuen Schl?uchen.“ Diese Wendung passt ebenso für die immer wieder ausbrechende Seuche der anti-chinesischen Hetze: ?Altes Gift in neuen Schl?uchen.“

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