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“Denkmal-?rzte” retten Wandmalereien im Xumi-Berg

2020-05-07 09:25:57 CRI

Die Grotten im Xumi-Berg stammen aus der sp?ten n?rdlichen Wei-Dynastie vor mehr als 1500 Jahren und wurden in den darauffolgenden Jahren mehrfach ausgebaut. Es handelt sich um den gr??ten Grottenkomplex in Ningxia. Natürliches und menschliches Einwirken haben die Wandmalereien schwer besch?digt, darum sind sie heute bedrohte Kulturrelikte.
Am 1. April dieses Jahres wurde das erste Restaurierungsprojekt für die Malereien gestartet. Es umfasst die Grotten Nr. 1, 48, 50 und 51, die zusammen eine Fl?che von 185 Quadratmetern einnehmen. Die Gelder in H?he von 2,2 Millionen Yuan RMB stammen aus einem speziell dafür eingerichteten Fonds.
?Es tat uns im Herzen weh, dass die Wandmalereien verru?t waren und
auch der Kopf und die H?nde des Buddha sind unvollst?ndig gewesen“, erinnert sich Wang Rongxi, Denkmalschützer und Leiter des Projekts. ?Solche jahrtausendalten Denkm?ler müssen mit allen Kr?ften gerettet werden“, meint er.
Einen Monat sp?ter sind schon die ersten Ergebnisse zu sehen. In der am schwersten besch?digten Grotte Nr. 48 sind die Muster an der Wand wieder deutlich sichtbar. Das frisch gereinigte Wandbild einer Lotusvase zeigt bereits wieder die Sch?nheit in der Einfachheit, obwohl die Farben der Vergangenheit noch nicht vollst?ndig wiederhergestellt werden konnten.
?Schauen Sie sich diese Wand an. Für die Wandmalerei wurde Schlamm mit Klebereis gemischt, was sich sp?ter kristallisiert hat. Es scheint so hart wie Stahl und doch so geschmeidig wie Gold zu sein. Darum ist das Muster bis heute unver?ndert, obwohl der Sandstein in den Grotten pulverisiert und heruntergefallen ist“, sagt der 69-j?hrige Restaurator Wang Xiaosheng vor Journalisten, w?hrend er das Wandbild vorsichtig mit einem Wattest?bchen abwischt.
Die wertvollen Denkm?ler sind leicht zerbrechlich. Deswegen wird bei der Restaurierung so wenig eingegriffen wie n?tig. So werden beispielsweise die verschmutzte Oberfl?che gereinigt und die besch?digten Farbschichten erneuert.
In fünf Restaurierungsschritten wird der Staub beseitigt, gereinigt, die Farben erneuert und versiegelt. Die Ausdauer der Restauratoren wird auf den Prüfstand gestellt.
Allein die Staubentfernung in der 10 Quadratmeter gro?en Grotte Nr.48 hat das siebenk?pfige Team drei Tage Arbeit gekostet. Eine handtellergro?e Oberfl?che muss fünfmal mit in Alkohol und Aceton getauchten Wattest?bchen geputzt werden. Erst nachdem alles getrocknet ist kann der Reinigungsvorgang fortgesetzt werden.
?Ohne innere Ruhe ist das gar nicht m?glicht“, meint Teamleiter Wang Rongxi. Er erinnert sich bis heute an seine erste Berufserfahrung im Fuxi-Tempel bei Tianshui, Provinz Gansu, vor 15 Jahren. ?Ich habe Kulturrelikte studiert und war voller Zuversicht. Allerdings war ich schon am ersten Tag ziemlich frustriert. Denn ich hatte gro?e Angst, Sekund?rsch?den zu verursachen, ohne die Denkm?ler reparieren zu k?nnen. Der Lehrer sagte mir, dass ich die innere Angst überwinden müsse. So fing ich von vorne an und habe alles neu gelernt. Bislang habe ich Kulturdenkm?ler an mehr als zehn Orten restauriert. Dieser Beruf hat meinen Charakter gepr?gt. “
Um sich besser auf ihre Arbeit zu konzentrieren unterhalten sich die Restauratoren nur über technische Fragen, ansonsten wird geschwiegen. Da es in den Grotten feucht und kalt ist, gehen sie alle zwei bis drei Stunden in die Sonne. ?Die Arbeit scheint langweilig zu sein, ist in der Tat aber recht interessant. Denn wir führen auf diese Weise einen Dialog mit der Geschichte und unseren Vorfahren“, meint die 59-j?hirge Zhu Yunxia. Sie ist eine der beiden Restauratorinnen im Team.
Zurzeit besch?ftigen sich nur 1000 Menschen in China mit der Restaurierung von Kulturdenkm?lern. Die meisten Fachkr?fte sind schon sehr alt. ?Meinem Enkel interessiert sich sehr für meine Erlebnisse bei der Restaurierung von Denkm?lern. Ich habe ihm viele meiner Arbeiten gezeigt. Durch mich interessiert er sich für Geschichte. Ich hoffe, meine Technik an die nach 1990 und 2000 geborenen Generationen weitergeben zu k?nnen. Für die Restaurierung von Denkm?lern sind Handwerkergeist, aber auch die Liebe und das Interesse von mehr jungen Menschen gefragt“, meint Wang Xiaosheng.

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